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Die beiden Orchester des Akkordeon-Clubs "Kurpfalz" Wiesloch hatten sich dieses Jahr mehr der leichteren Muse angenommen und für das Publikum die "Bestseller" der Filmmusiken vorbereitet. Mit diesem Konzert feierte der Dirigent Klaus-Jürgen Walter auch gleichzeitig sein 30-jähriges Dirigentenjubiläum beim ACK. Die zahlreich erschienen Zuhörer und Zuhörerinnen honorierten sein musikalisches Engagement in Wiesloch mit lang anhaltendem Applaus.
Der 1. Vorsitzende Rüdiger Strecker hieß die Zuhörer willkommen und stimmte sie auf die kommenden zwei Stunden ein. Charlotte Krämer führte im Verlauf der Veranstaltung mit Anmerkungen und Anekdoten wie immer gekonnt durchs Programm.
Das 2. Orchester präsentierte im ersten Teil fünf berühmte Komponisten, die mit der "Karl May-Suite", dem "Krimi-Puzzle", den "Doldinger Movie-Hits" mit "I will survive" und "Morricone Special" Weltruhm erlangten. Mit dem Streifzug durch die Welt des Films wurden Stimmungen und Emotionen geweckt, wie man sie kaum für möglich hielt. Ungewollte Soundelemente ließen die Filmsequenzen wieder aufleben. Die 16 Spielerinnen und Spieler setzten musikalisch gekonnt um, was der Dirigent in vielen Monaten Probearbeit eingeübt hatte.
Nach einer kurzen Erholungspause intonierte das 1. Orchester zunächst eine Originalkomposition des Komponisten Gerhard Mohr, "Fantasia iberica". Mit viel Temperament und schnellen Fingern ließen die Spielerinnen und Spieler spanisches Feuer aufleuchten - die Soli übernahm Gabi Wagner. Aus dem Musical "Tanz der Vampire" erklangen die schönsten Melodien bisweilen grausig schön oder wild aufspielend. Mit Astor Piazzolla und seinem "Oblivion" kehrte Melancholie in den Staufersaal ein - Nadine Bösing übernahm die Solostimme. Mit dem "Fluch der Karibik" steuerte das Orchester über tiefe Wellentäler und hohe Wellenkämme auf den Höhepunkt zu. Furios die Geschwindigkeit vor dem Wind und musikalisch gekonnt gemeistert steuerte man auf den Abschluss zu. Der Dirigent erschien zum Erstaunen aller in Maskerade als Vampir oder als Pirat und sorgte so für zusätzliche Magie.
Nach einer kleinen Umbaupause spielten beide Orchester gemeinsam unter Leitung des "Zorro" "The Mask of Zorro" und "Live and let die". 36 Spielerinnen und Spieler gaben einen eindrucksvollen Rahmen für das diesjährige Konzert. Als Zugabe durfte "James Bond" nicht fehlen. Nach gut zwei Stunden "Musik vom feinsten" konnte das Publikum mit einem Liedchen auf den Lippen beschwingt nach Hause gehen.